zangengeburt

Zangengeburt

Die Geburtszange dient zur vaginal operativen Beendigung einer Geburt und besteht aus 2 gleichen Metallteilen (Blättern). Jedes Blatt der Geburtszange besteht aus den Löffeln, die das kleine Köpfchen des Winzlings umfassen, einem Halsteil an dem sich der Zangenverschluss befindet, und dem Griff, der auf beiden Seiten einen guten Halt bietet.

 

Zangengeburt bei Erschöpfung von Mutter und Baby

Eine Geburtszange kommt immer dann zum Einsatz, wenn das Kind, die Gebärende oder beide zu erschöpft sind, eine normale Geburt weiter fortzuführen. Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Zangengeburt ist das Erreichen der Beckenmitte, so dass ein Erreichen des Köpfchens gewährleistet ist. Durch die Zangengeburt wird die Zeit der Austreibungsphase verkürzt und beschleunigt – die werdende Mutter kann ihr Baby schneller auf die Welt bringen, als auf natürlichem Wege. Es dauert nur bis zu drei Minuten, um den für die Haftung der Zange nötigen Unterdruck zu erzeugen. Außerdem kann der Geburtshelfer mit der Geburtszange den Austritt des Köpfchens durch Drehen sehr gut steuern. Um den Eingriff zu erleichtern und sich mehr Platz zu verschaffen, wird meist unter Lokalanästhesie ein Dammschnitt vorgenommen, welcher dann unmittelbar nach der Geburt wieder zugenäht wird.

 

Zangengeburt als letzte Möglichkeit für Babys vaginale Geburt

Für viele Frauen ist die Geburtszange oder auch die Saugglocke die letzte Möglichkeit das Baby auf „normalem“ Weg zur Welt zu bringen. Sollten beide Möglichkeiten aufgrund diverser Komplikationen nicht durchführbar sein, so ist ein Kaiserschnitt die Folge. Auch stellt die Zangengeburt eine zusätzliche Belastung für das Baby dar und es kann gut vorkommen, dass es nach der Geburt unter Kopfschmerzen leidet. Deshalb sollte auch in den ersten Tagen nach der Geburt mit dem Köpfchen sehr sorgsam umgegangen werden.

 

Eine Zangengeburt sollte nur dann angewandt werden, wenn das Kind lebt, wenn die Fruchtblase gesprungen oder künstlich gesprengt wurde und wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: Gorodenkoff/Shutterstock.com

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