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Hausbau während der Schwangerschaft – Ja oder Nein?

Hausbau während der Schwangerschaft – Ja oder Nein?
Hausbau während der Schwangerschaft – Ja oder Nein?

Ist die Wohnung zu klein, denken viele darüber nach, ein eigenes Haus zu bauen. Dieses gestalten Bauherren nach ihren eigenen Wünschen und Vorgaben. Spätestens, wenn Paare zu Eltern werden oder ein weiteres Kind kommt, ist der Hausbau unausweichlich. Mehr Platz ist das, was werdende Eltern jetzt dringend benötigen, um ihrer Kleinfamilie ein schönes Zuhause zu bieten.

 

Den richtigen Zeitpunkt finden


Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft? Ist das Haus fertig, bevor der Nachwuchs kommt oder einige Zeit nach der Geburt, wenn sich das Familienleben einpegelt? In beiden Fällen scheint der Hausbau zu diesen Zeitpunkten die beste Wahl. Viel interessanter ist die Frage, ob der Bau eines Hauses während der Schwangerschaft eine gute Idee ist.

 

Frauen berichten über ihre Erfahrungen


Ganze Seiten füllen im Internet die Foren zur Frage des Für oder Wider. Hier melden sich verzweifelte Frauen zu Wort. Sie kämpfen mit der Angst, den aufkommenden Stress und die psychische, physische sowie finanzielle Belastung in dieser Zeit nicht bewältigen zu können. Andere Frauen geben Entwarnung. Sie beweisen, dass eine Schwangerschaft kein Hindernis für den Bau eines Eigenheims darstellt. Der Erfahrungsaustausch ist bunt durchwachsen. Allen gemein erscheint die Ansicht, dass der Hausbau während der Gravidität kein Problem darstellt. Die einzige Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist, dass die werdende Mutter geringen psychischen und körperlichen Belastungen unterliegt.

 

Fertigteilhäuser entlasten werdende Eltern


Positive Berichte stammen von zukünftigen Eltern, die sich das Haus bauen lassen und viele Arbeiten Handwerkern und Fachkräften überlassen. Das beginnt bei der Planung durch einen Bauberater oder Architekten und endet bei der Einrichtung durch den Innenarchitekten. Gute Erfahrungen machten Hausbauer mit sogenannten Fertigteilhäusern. Deren Planung und Umsetzung nimmt generell weniger Zeit in Anspruch, als der Bau eines Massivhauses. Dadurch sparen Bauherren im besten Fall mehrere Monate.

 

Kredit vor der Schwangerschaft beantragen!


Einziger Nachteil ist, dass die finanzielle Belastung durch höhere Preise steigt. Optimal ist die Beantragung eines Immobilienkredits mit hohem Eigenkapital vor der Entscheidung für ein Kind. In vielen Fällen reagieren Kreditgeber und Banken distanzierter bei der Vergabe von Darlehen, wenn Frauen mit Babybauch einen Kreditwunsch äußern.

 

Das Haus bauen lassen und eigene Aktivitäten einschränken


Generell ist eine Schwangerschaft während des Hausbaus kein Problem, wenn sich werdende Eltern an ein paar Grundregeln halten. Für Schwangere bedeutet der Bau eines Hauses viel Stress und ebenso eine gesundheitliche Gefährdung. Dabei sind die ersten Monate nicht die anstrengendsten. In dieser Zeit übernehmen schwangere Frauen problemlos die Planung der neuen vier Wände, ohne selbst mit anzupacken. Dies vermeiden Schwangere zu Beginn und während der Gravidität tunlichst. Zu viel Stress und unnötige körperliche Belastung sind nicht gut für Mutter und Kind. Im schlimmsten Fall droht eine Fehlgeburt oder eine Frühgeburt.

 

Helfende Hände entlasten


Wer ein Haus plant und mit eigenen Händen aufbaut, benötigt die Unterstützung von Familie und Freunden. Sie nehmen in dieser Zeit viele kleine Arbeiten ab und helfen an Stellen, an denen Schwangere nicht anpacken können. Dies gilt vor allem fürs Renovieren, Putzen und für den Umzug. Ist die Frau bereits gravid, lohnt es, sich über Fertigteilhäuser zu informieren. Im Gegensatz zu echten Steinhäusern stehen diese Gebäude innerhalb von wenigen Tagen. Den Bau übernehmen die Handwerker komplett.

 

Die zukünftigen Nutzer benötigen dafür lediglich ein Grundstück und eine Baugenehmigung. Der Architekt übernimmt die Planung, der Bauleiter die Koordination der Arbeiten. Vom Entschluss bis zum Einzug dauert es in der Regel zehn bis zwölf Monate. Der langwierigste Teil ist der Innenausbau des Hauses. Bis zu drei Monate braucht es, bis Türen, Böden, Wände, Elektronik, sanitäre Anlagen und die Möblierung stehen.

 

Schadstoffe in der Schwangerschaft meiden


Die größte Gefahr für werdende Mütter birgt die Belastung durch Schadstoffe. Sie verursachen Vergiftungserscheinungen wie juckende und brennende Augen, Atembeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Fieber und Hautausschlag. Ursächlich sind aromatische Kohlenwasserstoffe, PCP, Lindan und Holzschutzmittel. Diese Stoffe finden sich in PVC, chemischen Haushaltsreinigern, Teppichklebern, Möbellasuren, Lacken und Farben. Sie belasten neben der Mutter das ungeborene Kind, da sie über Atemwege und Haut in die Plazenta eindringen.

 

Im schlimmsten Fall lösen sie Entwicklungsstörungen beim Kind aus. Ökologische Mittel verringern die Gefahr. Schwangere achten auf das Tragen von Handschuhen und vermeiden die Anwendung weitestgehend. Atemmasken schützen zusätzlich sowie das großzügige Auslüften der Räume.

 

Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle untersuchten im Rahmen einer Studie Neugeborene, deren Eltern während der Gravidität Renovierungen vornahmen. Das Ergebnis zeigte, dass die Babys gehäuft Allergien, Hautprobleme und Atemwegsinfektionen aufwiesen. Zu den nachweislichen Verursachern zählten Laminat, Holzverkleidungen, Holzmöbel, Spanplatten, geklebte Fußbodenbeläge, Anstriche und Naturfarben.

 

Empfehlenswert ist es, die Renovierung Handwerkern, Freunden oder der Familie zu überlassen. Die giftigen Dämpfe sind kein geeignetes Umfeld für Schwangere, Gleiches gilt für das Klettern auf Leitern und andere anstrengende Aktivitäten.

 

Beziehungskiller Hausbau – wenn Stress die Ehe belastet


Ein wichtiger Fakt, den Hausbauer außer Acht lassen, ist der psychische Stress, der auf den Beteiligten lastet. Dieser ist oftmals ein Grund für das Scheitern einer Beziehung. In Österreich gibt es für diese speziellen Fälle ein Hausbau-Coaching. Ursache für das Beziehungsaus ist die intensive Konzentration auf den Hausbau, bei dem kein Platz für das Miteinander bleibt.

 

Die Belastung durch den Bau eines Hauses unterschätzen viele Paare. Es mangelt an Zeit und finanzielle Engpässe treten auf. Zeitgleiche Familienplanung belastet zusätzlich. Die Gründung einer Familie verändert vieles. Beim Projekt Hausbau steht eine Vielzahl der Bauherren allein da. Bauen sie ein Massivhaus, nimmt dieses Vorhaben viel Zeit in Anspruch, vor allem, wenn der Bauherr selbst Hand anlegt. Ein Haus bauen zu lassen, bietet sich bei der gleichzeitigen Familiengründung eher an. Wichtig ist es, alles vor dem Baubeginn durchzuplanen. Oftmals entstehen Streitigkeiten wegen kleiner Dinge wie der Küche, den Möbeln oder dem Anstrich. Wer sich vorher einig ist, hat später weniger auszudiskutieren.

 

Depressionen während der Schwangerschaft


Einen weiteren Risikofaktor stellen Depressionen dar. Etwa zehn Prozent der Schwangeren leiden darunter. Einige Frauen entwickeln daraus resultierend eine Wochenbettdepression. Zu den Symptomen zählen Traurigkeit, Reizbarkeit, Ängste, Müdigkeit und Schlafprobleme. Schwangerschaftshormone beeinflussen die Frau in dieser Phase stark. Schwierigkeiten in der Partnerschaft sowie belastende und anstrengende Erlebnisse kommen hinzu. Zu diesen Problemen gehören finanzielle Engpässe sowie ein umfänglicher Hausbau. Bei einer psychisch gesunden Frau stellen diese in der Regel keinen Hinderungsgrund für den Bau eines Eigenheims während der Schwangerschaft dar. Es gilt jedoch, Stress und Belastungen im Verlauf der Gravidität zu vermeiden.




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PDF Hausbau_waehrend_der_Schwangerschaft___Ja_oder_Nein-schwangerschaft.pdf [102,79 kB]


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