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Was ist ein Mutterpass?

Was ist ein Mutterpass?
Was ist ein Mutterpass?

Im Anschluss an den ersten Vorsorgetermin erhalten schwangere Frauen ihren Mutterpass. Dieser begleitet die zukünftige Mutter während der gesamten Schwangerschaft. Sie erhält ihn beim Frauenarzt oder der Frauenärztin sowie bei der Hebamme. Das 16-seitige Dokument bescheinigt werdenden Müttern neben dem Gewicht und der Größe des Kindes alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen. Auch die Ultraschallbilder befinden sich in dem Heft.

 

Der Arzt trägt sämtliche Befunde und Daten ein. Damit erhalten alle Beteiligten einen sofortigen Überblick. Der Mutterpass weist zudem wichtige Daten zur Gesundheit der werdenden Mutter auf. Es empfiehlt sich, den Pass jederzeit bei sich zu tragen, falls eine Notfallsituation eintritt. Mutterpass-Schutzhüllen bewahren das wichtige Dokument vor Wasser und Flecken. Im nachfolgenden Beitrag erklären wir, welche Angaben der Mutterpass umfasst und was die verschiedenen Abkürzungen im Heft bedeuten.

 

Welche Inhalte befinden sich im Mutterpass?


In dem Dokument finden werdende Mütter, Ärzte und Hebammen alle wichtigen Angaben über die Schwangerschaft. Hierin lesen sie die Befunde des Babys und die der Mutter nach. Der Mutterpass unterliegt der Standardisierung. Somit überschauen ihn alle Beteiligten schnell. Im unteren Teil des Beitrages geben wir zusätzlich einen kleinen Überblick auf die Inhalte der einzelnen Seiten. Daran erkennt der Arzt beispielsweise notwendige Behandlungsschritte oder Maßnahmen, die er einleitet, um die Gravidität bestmöglich fortzuführen. Der Pass ist daher für neun Monate ein wichtiger Begleiter. Vor einer weiteren Schwangerschaft lohnt es sich ebenfalls, den Mutterpass aus der vorherigen Gravidität vorzulegen.

 

Werdende Mütter erhalten das Dokument direkt nach der Feststellung der Schwangerschaft durch einen Arzt. Im Rahmen der Untersuchung nimmt der Frauenarzt oder die Frauenärztin einen Bluttest sowie eine Ultraschalluntersuchung vor. Hierbei misst der Mediziner die Herztöne. Im Mutterpass befinden sich:
• Angaben zur Schwangeren und deren Gesundheit (Gewicht, Alter, Impfungen, Erbkrankheiten, Vorgeschichte),
• Informationen zum Ungeborenen (Gewicht; Kindslage, Entwicklung, Größe) und
• der voraussichtliche Geburtstermin.

 

Was steht im Mutterpass?


Die meisten werdenden Mütter interessieren sich brennend für die einzelnen Eintragungen im Heft. Wir stellen im Folgenden eine kleine Übersicht der Inhalte der einzelnen Seiten zur Verfügung. Grundsätzlich finden Schwangere auf Seite 1 die Adresse des behandelnden Frauenarztes sowie die nachfolgenden Termine für die Untersuchung. Die nächste Seite informiert über die persönlichen Daten. Auf den Seiten zwei bis vier lesen Ärzte die Angaben zu den Blutuntersuchungen nach. Seite zwei listet den Rötelnschutz sowie die Laboruntersuchungen auf. Zu den wichtigen Angaben zählen neben der Blutgruppe und dem dazugehörigen Rhesusfaktor der Schwangeren die Ergebnisse des Antikörper-Suchtests und des Röteln-Antikörpertests.

 

Laboruntersuchungen trägt der Arzt auf der Seite drei ein. Dazu gehört der Test auf Chlamydien und Syphilis (LSR), der Röteln-Antikörpertest und der Nachweis des Hepatitis-B-Antigens im Serum. Letzter überträgt die Schwangere im schlimmsten Fall an das Ungeborene. Auf der sich anschließenden Seite befinden sich Angaben zu den vorangegangenen Schwangerschaften oder spezifische Besonderheiten.

 

Die Seiten fünf und sechs beschreiben die Krankenvorgeschichte (Anamnese) der werdenden Mutter. Aufgeführte werden Operationen, schwere Erkrankungen sowie soziale oder psychische Belastungen. Allgemeine Befunde trägt der Mediziner genauso ein, wie die Ergebnisse der ersten Vorsorge-Untersuchung. Zudem dokumentiert er die Beratung der werdenden Mutter. Neben der Fruchtwasseruntersuchung, stellt der Arzt die Lage des Babys fest und begutachtet die Plazentadurchblutung. Weiterhin testet er, ob eine Hypertonie (Bluthochdruck) oder eine Gestationsdiabetes vorliegt. Diese spezielle Zuckererkrankung tritt nur im Zuge einer Schwangerschaft auf.

 

Auf beiden nachfolgenden Blättern befindet sich eine Tabelle. Das sogenannte Gravidogramm nutzt der Arzt, um diverse Untersuchungsergebnisse einzutragen. Im Schwangerschaftsverlauf dokumentiert er das Wachstum der Gebärmutter. In der Spalte "Kindslage" trägt er die Lage des Ungeborenen ein. Zur Auswahl stehen Schädellage (SL), Beckenlage (BEL) und Querlage (QL). Ebenso relevant sind Wassereinlagerungen (Ödeme) oder Krampfadern. Einen Eisenmangel trägt der Arzt im Feld HB ein. Zusätzlich beobachtet er den Gebärmutterhals und den Muttermund im Rahmen verschiedener vaginaler Untersuchungen. Wichtig sind ebenso der Blutdruck, das Gewicht und die Kindsbewegung. Weiterhin untersucht der Arzt den Urin auf Nitrit, Eiweiß, Blut und Zucker.

Auf Seite neun macht der Arzt zusätzliche Eintragungen zu den Befunden von Seite fünf und sechs. Weiterhin führt er kardiografische Befunde und eventuelle stationäre Behandlungen auf, die während der Gravidität stattfanden. Auf den Seiten zehn und elf sehen Schwangere die Eintragungen zu den drei Screenings (Ultraschalluntersuchungen). Die Daten dienen der Kontrolle der Entwicklung des Fötus. Angezeigt werden Informationen zu Fruchtwassermenge, körperlicher Entwicklung, Körperumriss, fetalen Strukturen (Organen) sowie zur Herztätigkeit und Bewegung.

 

Die Angaben zu Befunden wie Fehlbildungen, Blutungen, vorzeitigen Wehen sowie bei einer Gebärmutterhalsverkürzung (Zervixinsuffizienz) finden auf der Seite zwölf Platz. Das nachfolgende Blatt zeigt die Normkurve für das Wachstum des Fetus. Eingetragen werden Länge des Kindes, das Wachstum des Kopfes und der Bauchdurchmesser. Auf Seite vierzehn listet der Mediziner die weiterführenden Ultraschall-Untersuchungen oder dopplersonografische Untersuchungen auf, die der Arzt verordnete, um einen Befund abzuklären.

 

Die letzten Blätter dienen zur Dokumentation der Geburt und des Wochenbetts. Die ersten Untersuchungen am Neugeborenen nimmt der Mediziner innerhalb der ersten zehn Minuten nach der Entbindung vor. Er entnimmt Nabelblut und untersucht dessen pH-Wert, um die Sauerstoffversorgung zu beurteilen. Eine zweite Untersuchung folgt zwischen der sechsten und achten Lebenswoche im Anschluss. Neben dem Urin der Mutter kontrolliert der Arzt den Hämoglobinwert und den Blutdruck. In der vierten bis sechsten Woche liegt eine empfohlene Untersuchung des Babys an. Weitere Angaben zum Mutterpass findest Du hier: https://www.moms.de/was-ist-ein-mutterpass/.

 

Der Mutterpass ist wirklich ein sehr wichtiges Dokument. Um es über all die Monate sicher aufzubewahren, empfiehlt sich der Kauf von passenden Mutterpass-Schutzhüllen. Diese erhalten Interessierte in vielen tollen Designs.




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PDF Was_ist_ein_Mutterpass-schwangerschaft.pdf [102,92 kB]


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