
Eine vaginale Geburt bringt nicht nur die Psyche der Frau, sondern auch den Beckenboden an seine individuelle (Dehn-)grenze. So habe ich einmal den Ausspruch gehört, eine „Geburt“ könnte man mit einer „Olympiade für den Beckenboden“ gleichsetzen. Diese Aussage stimmt ziemlich gut mit der Realität überein. Während der kindliche Kopf durch die Scheide tritt, muss die Beckenbodenmuskulatur bis an die Grenzen ihrer Elastizität gedehnt werden. Dabei kommt es durch verschiedene Faktoren, wie Gebärposition, Größe des Kindskopfes, Atemverhalten der Mutter etc. manchmal zu Verletzungen.
Diese Geburtsverletzungen sind in ihrem Wirkungsgrad auf die Gesundheit des Beckenbodens und damit im Hinblick auf die Entstehung von Senkungen und Inkontinenzen, aber auch im Kontext zu den weiteren Problemen, die im Körper sekundär entstehen können, (Beckenschmerzen, Lendenprobleme, Leistenbeschwerden etc:), ernst zu nehmen.
Im Regelfall sind sie die ersten Ansprechpartner. Sie überweisen dann zu spezialisierten Physiotherapeutinnen.
Nur wenige Physiotherapeutinnen sind in diesem kleinen Fachbereich ausgebildet – es empfiehlt sich, immer danach zu fragen.
Den Partnern kommt bei dieser Form der Verletzung eine ganz wichtig Aufgabe zu:
Autor: Monika Siller
Geburtsverletzungen,_wer_hilft_und_womit-schwangerschaft.pdf [110,71 kB]
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