
Einschlaf- und Durchschlafprobleme sind heutzutage ein weit verbreitetes Übel – Reizüberflutung, Stress, ungesunde Lebensweise, um nur einige Ursachen zu nennen, machen uns zu schaffen. Geradezu programmiert sind Schlafstörungen in der Schwangerschaft. Da gilt es, sich mit diesem Thema bewusst zu beschäftigen, um den wahrhaft zermürbenden Folgen entgegenzuwirken.
Einige Auslöser können während der gesamten Dauer der Schwangerschaft auftreten, andere zeigen sich eher im ersten, weitere im letzten Drittel. Über alle sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen! Über die häufigsten wollen wir hier kurz informieren.
Zu Anfang der Schwangerschaft macht sich die massive hormonelle Umstellung bemerkbar, insbesondere die Überflutung mit dem weiblichen Fortpflanzungshormon Progesteron. Alles macht mehr Mühe, jede Anstrengung, auch der normale Arbeitstag, wird als besonders ermüdend empfunden. Wenn möglich, wäre tagsüber eine Ruhepause, vielleicht ein kurzes Nickerchen, angebracht; dies allerdings kann abends das Einschlafen erschweren. Doch gilt hier ebenfalls die Devise, unter der die Schwangerschaft stehen sollte: Ruhe bewahren; entspannen! Jede Frau entwickelt ihre eigene Strategie. Die eine bleibt im Bett liegen und ruht sich bewusst aus; andere stehen auf und lesen die Zeitung. Ein Glas warme Milch mit Honig war schon ein Hausmittel unserer Großmütter.
Recht früh kann es zu vermehrtem Harndrang kommen, an ein Durchschlafen ist gar nicht zu denken. Versuchen Sie, die Flüssigkeitsaufnahme ab dem späten Nachmittag zu reduzieren! Gegen Morgen stellt sich bei manchen Frauen Übelkeit und/oder Heißhunger ein. Es gibt dagegen pflanzliche und homöopathische Mittel, in manchen Fällen hilft Akupunktur! Um das lästige Sodbrennen zu verhindern, sollte die Ernährung überdacht werden. Ein besonders unangenehmes Phänomen sind lebhafte Träume, ja Alpträume, aus denen man nachts aufschreckt und schwer wieder einschlafen kann. Während der Ausnahmesituation Schwangerschaft hat das Unterbewusstsein mehr zu verarbeiten als zu anderen Zeiten, uneingestandene Sorgen und Ängste kommen hinzu – es ist hilfreich, diese Träume aufzuschreiben oder jemandem ausführlich zu erzählen.
Im letzten Drittel heißt das Hauptproblem, das zu Schlafstörungen in der Schwangerschaft führt, eine halbwegs bequeme Schlafpositionzu finden. Alle Ratgeber empfehlen, auf der linken Seite zu liegen (nicht für längere Zeit auf dem Rücken!): das wirkt sich günstig auf die Versorgung des Fötus aus und erleichtert Ihren Nieren die Arbeit. Bei häufig auftretenden Kreuzschmerzen experimentieren Sie mit vielen Kissen; probieren Sie eventuell ein so genanntes Stillkissen, mit dem Sie den Bauch unterpolstern können. Wadenkrämpfe treten ebenfalls häufig auf; bekommen Sie genug Magnesium (in Milchprodukten)? Auch Atemnot und Herzklopfen, verursacht durch die Mehrarbeit des Herzens, können zu Schlafstörungen in der Schwangerschaft führen. Vielleicht hilft ein Baldrian- oder Kamillentee über diese beunruhigenden Erscheinungen hinweg.
Um diesen Diskurs mit einer ermutigenden Bemerkung abzuschließen: alle Symptome während der verschiedenen Phasen der Schwangerschaft beruhen auf natürlichen Vorgängen. Je bewusster man sich mit diesen auseinandersetzt, desto entspannter wird man sich fühlen und das Motto wählen: „Es geht vorbei!“
Autor: Redaktion / Ivonne
Schlafstoerungen_in_der_Schwangerschaft-schwangerschaft.pdf [111,21 kB]
Harnwegsbeschwerden während der Schwangerschaft
Kreislaufbeschwerden in der Schwangerschaft
Nasenbluten in der Schwangerschaft
|
Urlaub in der Schwangerschaft im Salzburger Land Im ALPINA, Wellness & Sporthotel fühlen Sie sich vom ersten Tag an wie zu Hause. Sonnige Suiten, kulinarische Genüsse aus der österreichischen und internationalen Vollwertküche, erlesene Cocktails in der gemütlichen Bar mit offenem Kamin sowie das einzigartige Freizeitprogramm lassen Ihren Urlaub zum Erlebnis werden.
Mehr zu dieser Empfehlung
|